„Weil Demokratie sonst nicht funktionieren würde“: Ehrenamtliche Wahlhelfende als Stütze sozialer Nachhaltigkeit
Mi. 14. Oktober 2026Hochschule Hamm-Lippstadt
Wahlen gelten als zentrales Element unserer Demokratie. Doch Demokratie lebt nicht nur von Wählenden, sondern auch von Wahlhelfenden. Dass Wahlen überhaupt stattfinden können, verdanken wir hunderttausenden Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen und Schichten der Gesellschaft, die ehrenamtlich als Wahlhelfende engagieren – sei es im Wahllokal oder bei der Briefwahlauszählung. Allein bei der Bundestagswahl 2025 wurden 675.000 Wahlhelfende benötigt. Mit ihrem Engagement tragen die Wahlhelfenden zu sozialem Zusammenhalt und gesellschaftlichem Frieden bei. Menschen für dieses Engagement zu gewinnen und langfristig zu binden, wird auch vor dem Hintergrund demokratiefeindlicher Stimmungen und veränderter Engagementpräferenzen zunehmend schwieriger. So greifen Kommunen häufig auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst zurück: Das sichert eingespielte Abläufe, bindet jedoch zugleich Ressourcen und kann die gesellschaftliche Vielfalt in den Wahlvorständen begrenzen. Damit rückt eine wichtige Frage der sozialen Nachhaltigkeit in den Blick: Wie können wir die tragenden Strukturen unserer Demokratie über Generationen hinweg funktionsfähig halten?
Am Beispiel des Forschungsprojekts eWa wird aufgezeigt und diskutiert, welche Bedeutung ehrenamtliche Wahlhilfe für das Funktionieren von Demokratie hat, wie Menschen für dieses Engagement gewonnen und langfristig gebunden werden können und welche Herausforderungen sich für die wahrgenommene Legitimität des demokratischen Systems stellen.
Referierende Personen: Prof. Dr. Irma Rybnikova, Prof. Dr. Constanze Beierlein, Katrin Gärtner
Veranstaltungsort: Hochschule Hamm-Lippstadt, Campus Hamm (Raum: H1.1 HAM3), Marker Allee 76-78, 59063 Hamm sowie online.
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